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Die vier Urkantone


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Die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden bildeten 1291 die Keimzelle der Schweizer Eidgenossenschaft; etwas später schloss sich ihnen noch der Kanton Luzern an. Hier, rund um den Vierwaldstättsee, begegnet einem Schweizer Geschichte mit ihrem Nationalhelden Wilhelm Tell auf Schritt und Tritt. Mit dem Rütlischwur auf einer Bergweise, dem Rütli oberhalb des Vierwaldstättersees, bekräftigten die Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden ihren Willen, sich gemeinsam gegen den bösen Landvogt Gessler der Habsburger zur Wehr zu setzen. Einer der drei Gesandte, der Walter Fürst von Uri wurde im Laufe der Geschichte durch den Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell ersetzt, der später jenen Landvogt Gessler mit seiner Armbrust in der Hohlen Gasse bei Küssnacht erschossen haben soll. Der Kanton Schwyz stand schließlich Pate für den Namen der gesamten Schweiz und ihrer Landesflagge. Im Bundesarchiv wird noch das letzte erhaltene Original jenes Bundesbriefes von 1291 aufbewahrt.

Der Besucher aus dem Ausland wird sich weniger für die Anfänge der Schweizer Eidgenossenschaft als für den idyllischen Vierwaldstättersee und seine wunderschöne, alpine Landschaft begeistern mit ihren sattgrünen Almwiesen, den majestätischen, steil aufragenden Bergriesen, dunklen Wäldern und dem See, der sich fjordartig zwischen steile Felswände drängt.

Auch wenn man sich eigentlich auf der Durchreise von Zürich zum Gotthardtunnel und weiter Richtung Italien befindet, ein Zwischenstopp in dieser schweizerischten aller Schweizer Landschafen lohnt sich allemal. Dazu sollte man sich ruhig einen oder mehrere Tage Zeit nehmen. Neben einer Schiffsfahrt auf dem See vorbei an der Tells Kapelle sollte man einmal mit der Zahnradbahn auf den 2129m Pilatus, dem Hausberg Luzern, unternehmen. Von dort oben hat man das ganze Bergpanorama der Zentralschweiz im Blick. Und schließlich Luzern selbst, die älteste Stadt und kultureller Mittelpunkt der Innerschweiz. Die berühmte hölzerne Kapellbrücke, älteste Holzbrücke Europa, führt mit 200m Länge über den Seezufluss der Reuss, der achteckige Wasserturm, um 1300 noch vor der Kapellbrücke errichtet, und schließlich das Verkehrshaus, das meist besuchte Museum der Schweiz. Im Giebel der Kapellbrücke ist auf 111 Stationen in dreieckigen Gemälden die Schweizer Geschichte dargestellt. Das Verkehrshaus beherrbergt eine der größten Sammlungen Europas an Lokomotiven, Autos, Flugzeugen und anderen Fahrzeugen. Das Klima ist durch den häufig von den Bergen herab streichenden Föhn und die geschützte Lage rund um den Vierwaldstättersee mild und ausgeglichen. Die Palmen, Zypressen, Feigen und subtropischen Pflanzen am Seeufer geben bereits eine Vorstellung vom mediterranen Tessin jenseits des Gotthardtunnels.