Reiseführer


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Mittelpunkt des Züricher Sechseläuten im April ist der Böögg, ein riesiger Schneemann, Symbol für den Winter. 25 Zürcher Zünfte, 3500 Zünftler mit ihren Kostümen und Trachten, 350 Reiter und 50 von Pferden gezogene Wagen, so wie Ehrengäste und Musik-Korps, ziehen im Kontermarsch zum Sechseläutenplatz. Ehrengäste und Zünftler bekommen von den Zuschauern Blumen und Küsschen. Um 18 Uhr wird der Böögg auf einem Scheiterhaufen verbrannt.

Die Engadiner Schlitteda wird von Burschen gestaltet. Auch das Ziel machen sie unter sich aus. Dazu wird ein Engadinerdorf ausgesucht, zu dem der Pferdeschlitten mindestens 2 Stunden benötigt. Nach dem Gottesdienst nimmt jeder Bursche sein Mädel mit auf die prachtvoll geschmückte Kutsche, und die Kolonne der Schlitteda zieht mit Musik zum Ziel. Krönung ist der Schlitteda-Ball.

Am 13., 20. oder 27. Januar wird in Basel das Fest der Drei-Faltigkeit mit dem Vogel Gryff gefeiert. Es beginnt mit der Floßfahrt des Wilden Mannes den Rhein stromabwärts, begleitet von Böllerschüssen und Trommelrhythmen. Der Wilde Mann grüßt nur die Kleinbasler und kehrt den Grossbaslern den Rücken zu. An der Mittleren Rheinbrücke sind unterdessen Vogel Gryff, Leu und Tambouren eingetroffen. Der Wilde Mann tanzt an Land. Dann zeigen die Ehrenträger vor dem Käppelijoch ihre Tänze – immer mit dem Hinterteil zu den Grossbaslern. Narrengestalten klappen mit Geldbüchsen, für Bedürftige sammelnd. Und dann tanzt und scherzt ganz Kleinbasel bis in die Nacht.

Das Schwingfest ist Schweizer Nationalsport. Es ist dem Ringen sehr ähnlich und wird auf Sägemehl ausgeführt. Am populärsten ist das Schwingen in der Deutschschweiz, wo es nach alten Regeln gespielt wird.

Das Hornussenfest im August/Sepetmber ist eine Schweizer Mannschaftssportart, dem Baseball oder Cricket ähnlich. Es gibt weder Altersgrenzen, noch soziale Ressentiments und keine starren Spielregeln. Körperkontakt und Aggressionen sind nicht erlaubt.

Das Klausjagen in Küssnacht findet immer am 5.Dezember statt. Abends kommen 1500 Klausjäger zusammen. Wenig später gehen in ganz Küssnacht die Lichter aus. Der Umzug bewegt sich durch die Straßen. Dazu knallen Geisleschlepfer mit ihren Peitschen. Hinter den Küssnächtlern tanzen die Iffelträger mit selbst gebastelten Kirchenfenstern aus Karton und Seidenpapier auf ihren Köpfen. Die größten Iffeln sind mehr als 2m hoch und wiegen 20 Kilo. Die Iffeln werden von innen mit Kerzen beleuchtet. Danach kommen die Blechbläser mit dem Samichlaus und die Schmutzli und Fackelträger. Die Zuschauer werden von den Schmutzli mit Dörrfrüchten, Krapfen und Nüssen beschenkt. Dann folgen die Trychler mit Kuhglockengeläut und schließlich die Hornbläser.